Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration (Pressemitteilung), 03.04.2009
Willkommens-Empfang: Minister Armin Laschet begrüßt irakische Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen
Vor ihrer Weiterreise in die neuen Heimatstädte hat Minister Laschet im Beisein der Oberbürgermeister der ersten vier Aufnahmestädte (Aachen, Bonn, Düsseldorf und Essen) und gemeinsam mit Landtagsabgeordneten, Vertretern der Kirchen sowie des Integrationsbeauftragten der Landesregierung, Thomas Kufen, die 27 irakischen Flüchtlinge in Düsseldorf begrüßt.
Minister Laschet: „Wir wollen alles tun, damit Sie sich in unserem Land wohlfühlen. Wir bieten Ihnen eine neue Perspektive für ein friedvolles, und vor allem ein vor Flucht und Vertreibung geschütztes Leben. Wir werden Sie mit allen uns zur Verfügung stehenden Kräften bei Ihrem Neubeginn unterstützen.“
Nach langen Strapazen der Flucht und Vertreibung aus ihrem Heimatland Irak und der ersten Zuflucht in den Nachbarstaaten Syrien und Jordanien, haben vor zwei Wochen 118 besonders schutzbedürftige irakische Flüchtlinge in Hannover erstmals deutschen Boden betreten. Es handelt sich hierbei um Angehörige religiöser Minderheiten, in erster Linie christlichen Glaubens, die im Irak unter besonderem Verfolgungsdruck stehen sowie um alleinstehende Frauen mit Kindern und Personen, die besonderer medizinischer Hilfe bedürfen. All diese Menschen haben keine Rückkehrperspektive in ihr Heimatland Irak.
Nach einem zweiwöchigen Aufenthalt im Grenzdurchgangslager Friedland haben die ersten 27 der 533 für Nordrhein-Westfalen bestimmten irakischen Flüchtlinge in Düsseldorf Station gemacht.
Minister Laschet: „Gemeinsam mit den Kommunen des Landes, den Integrationsakteuren vor Ort und den Kirchen wollen wir in Nordrhein-Westfalen eine Willkommenskultur schaffen, die zu einer schnellen Orientierung und guten Integration der schutzbedürftigen Irakerinnen und Iraker beitragen wird. Wir haben den Weg bis zu ihrer Ankunft heute geebnet, nun muss er beschritten werden. Die Netzwerke der Integrationsakteure in den Kommunen sind hierfür gut aufgestellt.“
Aachen, Bonn, Düsseldorf und Essen sind als erste Aufnahmekommunen ausgewählt worden, weil die Flüchtlinge verwandtschaftliche oder religiöse Beziehungen in diese Kommunen haben und sich diese Städte und religiösen Gemeinden in besonderer Weise auf die Aufnahme vorbereitet haben. Diese und weitere Kriterien - wie das Vorhandensein spezifischer Betreuungs- und Behandlungseinrichtungen – finden bei der Auswahl der aufnehmenden Kommunen Berücksichtigung. Sie bieten die Voraussetzung für ein schnelles Eingewöhnen in das Alltagsleben und eine zügige Integration in die hiesige Gesellschaft der neuen Heimat.



