Eupener Wochenspiegel, Nr. 49, 02.12.2009

Tag der Menschenrechte

Eupen. - Am 4. Dezember organi­siert Amnesty International von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr einen Infostand auf dem Eupener Wochenmarkt in Hinblick auf den Tag der Menschenrechte am 10. Dezember! 10 000 besonders schutzbedürftige Flüchtlinge aus dem Irak nimmt die EU auf. Belgien und Deutschland beteiligen sich an der Aufnahme. Seit dem 19. März treffen Flüchtlinge bei uns ein. Auch in Aa­chen sind mittlerweile die ersten 28 Flüchtlinge aus Syrien und Jordanien angekommen und wollen dort ein neues Zuhause finden und zur Ruhe kommen. Unterstützt werden sie da­bei von Paten der »save me«-Kampa-gne, die sie bei den ersten Schritten in
ein völlig unbekanntes Leben unter­stützen. Deswegen bitten die Men­schenrechtler: Werden Sie Pate. Die Patenschaft ist aber auch ein deutli­cher Appell an die politisch Verant­wortlichen humanitäre Hilfe für Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisenge­bieten zu mobilisieren. Bei einer ein­maligen Teilnahme am Neuansiedlungsprogramm (in der Fachsprache Resettlement genannt) des UNHCR dürfen Deutschland und Belgien nicht stehen bleiben. Auf einer Petitionsliste können Sie die Forderung nach Ein­richtung solcher Resettlement-Pro-gramme unterstützen. Aus was für Lebensumständen Mädchen und Frauen fliehen sollen, werden wir mit
Informationen aus dem irakischen Kurdistan aufzeigen. Irakisch Kurdis­tan durchlebt zurzeit schwierige Zei­ten , vor allem was die Sicherheitslage betrifft. Ein alarmierender Bericht von Amnesty International macht aber deutlich, dass Frauen und Mädchen weiterhin rechtlich diskriminiert wer­den und die Maßnahmen zum Schutz vor Gewalt ungenügend sind. Auf ei­ner weiteren Petitionsliste wird an Premierminister Dr. Salik appelliert, Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen im irakischen Kurdistan zu stoppen. Rückfragen: I. Heck-Böckler; Eupen, Schönefeld 141, Tel. 087/55 79 27, E-Mail: i.heck-boeck-ler@amnesty-aachen.de

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