Internet-Plattform der Kirche im Bistum Aachen, 02.02.2009
Flüchtlingen neues Zuhause bieten
Neben den Volksvertretern im Rat haben auch bereits mehr als 200 Frauen und Männer aus Aachen und Umgebung ihre Bereitschaft erklärt, diesen Flüchtlingen bei ihrer Ankunft durch die ersten Monate in Deutschland zu lotsen.
Die Unterstützung kann ganz unterschiedlich sein, je nach den eigenen Kompetenzen, Kontakten, Kenntnissen. Pate für einen Flüchtling zu sein, soll keine Daueraufgabe werden und erst recht keine finanzielle Verpflichtung. Sondern dieses Engagement bedeutet humanitärer Einsatz für eine begrenzte Zeit.
Näheres dazu erfährt jeder Interessierte bei einer Veranstaltung am 13. Februar. Ab 19 Uhr referieren im Katechetischen Institut an der Eupener Str. 138 in Aachen zwei ausgewiesene Fachleute über die Hintergründe und die Möglichkeiten zu helfen.
Dr. Otmar Oehring ist Irak-Experte und Menschenrechtsbeauftragter von missio. Er kennt die Situation vor Ort aus eigener Anschauung und wird darüber berichten. Auch beschreibt er die Unterstützung, die das Internationale Katholische Missionswerk von Aachen aus leistet.
Tim Schröder, für politische Flüchtlinge zuständiges Vorstandsmitglied von Amnesty International (AI) Deutschland, wird schildern, wie sich seine Organisation des Themas „Neuansiedlung von Flüchtlingen“ annimmt.
Mit dem Informationsabend findet eine noch junge Kooperation eine viel versprechende Fortsetzung. Katholikenrat Aachen-Stadt und AI Aachen haben gemeinsam die Kampagne „Save me“ gestartet, offene Türen bei der Politik und bei vielen Menschen in der Stadt eingerannt.
Um ein noch stärkeres Zeichen der Solidarität zu setzen, sollen weitere Paten gewonnen werden – aus Aachen, aber auch in Aachen-Land. Der dortige Katholikenrat lädt ebenfalls zu diesem Abend ein. Das Anliegen zieht Kreise. Nähere Infos unter www.save-me-aachen.de.
Thomas Hohenschue



