Presseamt der Stadt Aachen, 01.04.2009
Acht irakische Flüchtlinge kommen am Freitag nach Aachen
Die EU hatte im November des vergangenen Jahres beschlossen, 10 000 irakische Flüchtlinge in Europa aufzunehmen. 2 500 Personen werden danach bis zum Jahr 2010 nach Deutschland kommen; 540 davon sollen allein in NRW dauerhaft ein neues Leben beginnen. Die 122 ersten dieser irakischen Flüchtlinge kamen am 19. März in Hannover an. 32 Personen werden morgen zu einem Empfang bei der Landesregierung, an dem auch OB Dr. Jürgen Linden teilnehmen wird, nach Düsseldorf gebracht und dann auf die Städte Düsseldorf, Essen, Bonn und Aachen „verteilt“. Nach Aachen auch deshalb, weil sich der Rat der Stadt im November einstimmig für die Kampagne„Save me. Aachen sagt Ja zur Aufnahme von Flüchtlingen“ von Amnesty International und Katholikenrat ausgesprochen und damit seine Bereitschaft erklärt hatte, ein Kontingent von Flüchtlingen dauerhaft aufzunehmen und bestmöglich zu integrieren.
In Aachen laufen die Vorbereitungen für die Ankunft der Flüchtlinge auf vollen Touren. Die Stadtverwaltung, das Netzwerk Asyl und Amnesty International werden sich vor allen in den nächsten Tagen intensiv um die beiden Familien, die gemeinsam untergebracht werden, kümmern. Ein besonderer Akzent liegt dabei auf den mit der Kampagne „Save me“ verbundenen ehrenamtlichen Paten, die den Flüchtlingen die ersten Schritte in einer neuen Heimat erleichtern wollen. „Wir werden alle Hebel in Bewegung setzen, um diese Menschen so schnell wie möglich zu integrieren“, verspricht Günter Schabram, Leiter des Fachbereichs Soziales und Ausländerwesen. Gerd Mertens vom Netzwerk Asyl, das vom Katholikenrat moderiert wird, ergänzt: „Wir sehen uns hier deutlich in der Verpflichtung, Flüchtlingen aus Krisengebieten in Aachen eine neue und menschenfreundliche Lebensperspektive zu schaffen.“ Ingeborg Heck-Böckler, Landesbeauftragte von Amnesty International in NRW, ist schließlich sehr erfreut, „dass bei der Betreuung der Flüchtlings-Familien Hand in Hand Profis der Verwaltung und eherenamtliche Helfer prima zusammenarbeiten“.



