Hotline
Wir haben für Paten
der
save me- Kampagne, alte und neue Flüchtlinge
und andere Interessierte eine Hotline eingerichtet.
Montags von 18:00
Uhr bis 20:00 Uhr und freitags von 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr sind wir
unter: +49 177
4158818 für Ihre Fragen, Anregungen, Kritik und Sachspendenangebote zu
erreichen.
Wollen Sie gleich Pate/Patin werden?
Das Formular finden Sie gleich hier.Sie sind schon Patin oder Pate?
Teilen Sie uns mit, wie Sie uns unterstützen können. Dazu können Sie das Formular ausfüllen und uns zuschicken.save me - Aachen sagt Ja!
In Ländern wie Afghanistan, dem Irak, dem Kongo oder dem Sudan (um einige Beispiele zu nennen) sind Hunderttausende auf der Flucht.
Den meisten von ihnen gelingt es nicht ihr Heimatland zu verlassen oder sie schaffen es gerade einmal bis in die Nachbarländer. Oft bleiben sie dort für viele Jahre in überfüllten Flüchtlingslagern, ohne jede Perspektive auf Rückkehr oder einen Neuanfang.
Ein breites Bündnis von Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, Menschenrechts- und Flüchtlingsorganisationen fordert, dass Deutschland jedes Jahr ein Kontingent an Flüchtlingen aus den Erstzufluchtsstaaten aufnimmt und integriert.
Dieses Verfahren wird in der Fachsprache Resettlement (Neuansiedlung) genannt und bedeutet die dauerhafte Aufnahme von besonders schutzbedürftigen Personen aus Krisenregionen durch sichere Staaten.
Deutschland ist bislang noch kein Resettlementstaat. Doch auch die Bundesrepublik hat im Laufe ihrer Geschichte mehrfach Gruppen von Flüchtlingen aufgenommen. Ende der 1970er Jahre fanden zum Beispiel 26.000 vietnamesische „Boatpeople“ eine dauerhaft sichere Aufnahme in Deutschland.
Deswegen rufen wir dazu auf die deutschlandweite Kampagne „Save Me- Eine Stadt sagt JA!“ zu unterstützen.
Wir fordern ein Ja! zum menschenwürdigen Umgang mit Flüchtlingen. Ein Ja! zu echtem Flüchtlingsschutz und ein Ja! zu einer offenen, lebenswerten und menschlichen Stadt.
Schließen Sie sich der Kampagne von einem breiten Bündnis verschiedener Organisationen und Privatpersonen in Aachen an und werden Sie Pate.
Diese Unterstützung ist vorerst symbolisch. Patinnen und Paten machen durch ihre Willensbekundung deutlich, dass Flüchtlingsschutz uns alle betrifft und ein Umdenken in der Flüchtlingspolitik nötig ist.
Der internationale Flüchtlingsschutz ist eine Daueraufgabe, an der sich auch Deutschland verantwortungsvoll und konsequent beteiligen sollte. Die rechtlichen Voraussetzungen dafür sind vorhanden und Platz für Flüchtlinge ist – vor allem in Zeiten erfolgreicher Abschottung und zurückgehender Zuzugszahlen – genug vorhanden.
Resettlement kann nicht die Lösung für die weltweite Flüchtlingsproblematik sein und darf kein Ersatz für Asylverfahren werden: Nach wie vor müssen Flüchtlinge das Recht haben, an europäischen Grenzen Schutz und Asyl zu fordern.
Aber Resettlement könnte ein deutliches Signal setzen! Gegen Ausgrenzung, Anfeindung und Abschottung von Flüchtlingen.
Save me - Aachen sagt JA!
»Resettlement« und »Save me« (fab)
»Grenz-Echo 82. Jahrgang, Nr. 152, Seite 14 am 02.07.2009«
Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (Unhcr) versucht Länder dazu zu bewegen, auf freiwilliger Basis besonders schutzbedürftige Flüchtlinge aufzunehmen.
Insgesamt gibt es unter den Flüchtlingen weltweit rund ein Prozent, das vom Unhcr als besonders schutzbedürftig eingestuft wird.
Dazu gehören unter anderem allein stehende Kinder, Folteropfer, vergewaltigte oder von einer Vergewaltigung bedrohte Frauen, alte Menschen und schwer Traumatisierte. So werden aktuell auch irakische Flüchtlinge in Syrien und Jordanien registriert. Über jeden Flüchtling wird ein Dossier angelegt. Das Land, das sich zur freiwilligen Aufnahme bereiterklärt, kann schließlich aus den Vorschlägen, die ihm vom Unhcr unterbreitet werden diejenigen Personen aussuchen, die es aufnehmen möchte.
Die Europäische Union stimmte daraufhin einer Aufnahme von insgesamt 10000 Personen zu.Deutschland
wird insgesamt 2500 davon aufnehmen, von denen bisher rund 450 in der Bundesrepublik angekommen sind. Belgien hat sich unterdessen bereit erklärt, 70 besonders schutzbedürftige Flüchtlinge aufzunehmen. Die ersten von ihnen werden im September und Oktober diesen Jahres ankommen.
Im Mittelpunkt der Kampagne »Save me - Aachen sagt Ja!« stehen zwei Ziele: Zum einem soll Deutschland dazu gebracht werden, den Unhcr dauerhaft bei dessen Resettle-ment-Programmen zu unterstützen. Darüber hinaus sollen die Flüchtlinge, die in Aachen dauerhaft aufgenommen werden, mit Hilfe der Paten bestmöglich in die Gesellschaft integriert werden.
Auch dem Bemühen der Kampagne geschuldet, fasste der Aachener Stadtrat im November 2008 den einstimmigen Beschluss innerhalb des Programms freiwillig Flüchtlinge aufzunehmen. Die zehn Iraker sind nun die ersten Personen, die im Rahmen dieses Programms nach Aachen gekommen sind. Ob weitere Flüchtlinge folgen, ist noch offen. Denn bei der Wahl der Aufnahmestadt werden auch die Wünsche des Flüchtlings berücksichtigt, um so beispielsweise Familien- zusammenführungen zu ermöglichen.
Die Kampagne sucht weiterhin Paten, die das Projekt mit ihrer Stimme unterstützen möchten. »Je mehr Paten wir haben, desto größer ist das Signal, das wir an die Verant-wortungsträger und Politiker senden«, erklärte Inge Heck-Böckler, ai-Landesbeauftragte für Nordrhein-Westfalen. Natürlich können die Paten auch vor Ort tätig werden, wenn sie möchten, und somit den Flüchtlingen bei der Erledigung ihrer Aufgaben und Verpflichtungen zur Seite stehen. Der Katholikenrat hat unterdessen aus Spenden einen Fond eingerichtet, um bei Notfällen unbürokratisch helfen zu können.
Informationen zur Kampagne und Spendenmöglichkeiten im Internet unter: www.save-me-aachen.de.






